Schneechaos auf der A8

Heute morgen (3.42 Uhr) piepste mein Alarmempfänger mit dem Einsatzbefehl: „Betreuungseinsatz für die Bereitschaft Eutingen

Mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag hat es doch tatsächlich im Raum Pforzheimein mittleres Verkehrschaos auf den Steigungsstrecken der Autobahn 8, die zwischen Karlsruhe und Stuttagart irgendwann einmal sechs Fahrstreifen haben soll, gegeben.

Unsere Aufgabe bestand darin, die im Stau stehenden Autofahrer mit Decken und warmen Getränken zu versorgen. Doch wie, wenn man selbst bei der Einfahrt auf die A8 ersteinmal an der ersten Steigung „hängen“ bleibt, weil LKWs rutschen oder aber bewußt auf die linke Fahrspur wechseln, weil sie glauben dort schneller voran zu kommen?!

Bemerkenswert war, dass sehr viele PKWs nicht von der Stelle kamen, wobei sich bei Nachfrage herausstellte, dass diese überhaupt keine Winterreifen aufgezogen hatten, sondern sich mit Ihren Sommerreifen im Januar auf der Autobahn befanden. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten diese Autofahrer warten sollen, bis der Schnee abtaut und die Fahrbahn wieder freigibt. Es ist unverantwortlich in dieser Jahreszeit mit Sommerreifen zu fahren.

Jedenfalls schlängelten wir uns zwischen den querstehenden PKWs und LKWs hindurch, um unser Einsatzgebiet zu erreichen. Zunächst versorgten wir die an der Gefällstrecke stehenden Autofahrer, danach die in der Gegenrichtung stehenden.

Viele Autofahrer berichteten uns, dass sie seit Sonntag 23.45 Uhr stehen würden und keiner etwas unternehmen würde. Während des Ausschenkens des wärmenden Tees legten die frustrierten Autofahrer aber einen freundlicheren Ton an den Tag und zeigten sich äußerst dankbar.

Als besonders dankbar erwies sich der Fahrer einer Bäckerei: Er spendierte kurzer Hand seine ganze Ladung dem DRK, um die Autofahrer mit Weckle und Brezeln versorgen zu können.

Gegen 08.30 Uhr kamen wir wieder in unseren DRK-Garagen an und konnten uns endlich selbst einmal einen warmen Kaffee gönnen.

2 Kommentare zu "Schneechaos auf der A8"

  1. Hehe.. und am Morgen, als ich das im Radio hörte, musste ich noch daran denken, dass der Sascha heute Nacht da bestimmt unterwegs war. Aber schön, das es sowas gibt, ich habe vor solchen Dingen hohen Respekt. 🙂

  2. Wenn ich gewußt hätte, dass Du an mich gedacht hast, dann hätte ich mich zum Frühstück bei Dir eingeladen 😉

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